"3r"Immobilien auf Teneriffa und allen anderen Kanarischen Inseln

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Die Insel weist eine vielfältige Vegetation auf – zahlreiche Pflanzenarten sind nur auf den Kanaren oder sogar nur auf Teneriffa heimisch (endemisch). Die Kanarische Pinie (Pinus canariensis) bildet riesige Wälder. Im trockenen Süden der Insel sind sukkulente Wolfsmilchgewächse (Euphorbia canariensis) beheimatet. Eine weitere charakteristische Pflanzenart ist der Kanarische Drachenbaum (Dracaena draco) – ein altes und eindrucksvolles Exemplar ist bei Icod de los Vinos zu finden. Neben den einheimischen Pflanzen prägen auch viele Pflanzen aus der ganzen Welt die Insel. Aus Amerika stammen verwilderte Kakteen, sowie die riesigen Büsche des Weihnachtssterns, einer Pflanze, die bei uns in Töpfen zum Advent verkauft wird. Die aparte Blüte der südafrikanischen Strelitzie ist ein beliebtes Souvenir für Touristen. Fast alle Pflanzenarten stehen heute unter strengem Artenschutz, die Ausfuhr von Pflanzen, Pflanzenteilen oder Samen ist daher verboten.

Die Tierwelt weist kaum Säugetiere auf – am Teide ist die Waldkatze zu Hause, es gibt außerdem ausgewilderte Kaninchen. Raubtiere oder giftige Schlangen hat es nie gegeben. Reich ist dagegen die Vogelwelt – es gibt auch einige für Teneriffa und für die Kanaren typische Arten, etwa den Teidefink oder die Wildform unseres Kanarienvogels, den Kanarengirlitz. Zu erwähnen sind ferner die Eidechsen, die in großer Zahl auf Teneriffa vorkommen und sich gerne füttern lassen.

Eine Besonderheit sind die Wale, die in großer Zahl in der bis zu 3.000 m tiefen Meerenge zwischen Teneriffa und Gomera anzutreffen sind. An kaum einem anderen küstennahen Ort der Welt sind so viele Wale beheimatet.

Wie alle Kanareninseln war Teneriffa ursprünglich von den Guanchen besiedelt (Guanche bedeutet in der gleichnamigen Sprache Mann/Mensch aus Teneriffa). Als mächtigster Guanchenhäuptling auf Teneriffa gilt Tinerfe, der im 15. Jahrhundert lebte. Nach seinem Tod wurde die Insel unter seinen neun Söhnen aufgeteilt.

1483: Die Einwohner von Gran Canaria ergeben sich den Spaniern.

1492: Die Kanarischen Inseln gewinnen jetzt als letzte europäische Station vor der Atlantiküberquerung enorme strategische Bedeutung.

1494: Alonso Fernández de Lugo landet auf Teneriffa und legt den Grundstein für das spätere Santa Cruz de Tenerife. Anders als ein Jahr zuvor auf La Palma, erleidet er auf Teneriffa bei La Matanza eine schwere Niederlage gegen die Guanchen.

1495: Am 25. Dezember unterliegen die Guanchen bei La Victoria de Acentejo endgültig den Spaniern. Der gesamte Archipel untersteht nun der spanischen Krone. Die überlebenden Guanchen vermischen sich mit den Eroberern vom Festland und verschwinden als eigene Ethnie. Hauptstadt wird La Laguna.

Von nun an bildete Teneriffa einen wichtigen Stützpunkt des Schiffsverkehrs zwischen Spanien und seinen amerikanischen Kolonien.

1657: Der englische Admiral Robert Blake versucht erfolglos, mit einer Flotte aus 36 Kriegsschiffen Santa Cruz de Tenerife zu erobern.

1706: Unter Admiral John Jennings unternehmen die Engländer einen erneuten Versuch, den Hafen Santa Cruz de Tenerife einzunehmen. Der Angriff scheitert jedoch und damit auch das Vorhaben, das fruchtbare und günstig an der Atlantikroute gelegene Teneriffa für Großbritannien zu erobern.

1778: Santa Cruz de Tenerife erhält vom spanischen König Carlos III. das Vorrecht, Handel mit Amerika zu betreiben.

1792: Gründung der einzigen Universität der Kanaren in La Laguna.

1797: Der englische Admiral Horatio Nelson verliert am 25. Juli bei einer neuerlichen Schlacht bei Santa Cruz de Tenerife seinen rechten Arm und muss zudem die einzige Niederlage seiner militärischen Laufbahn hinnehmen.

1805: Horatio Nelson beendet die spanische Vormachtstellung auf See durch den Sieg bei Trafalgar.

1822: Santa Cruz de Tenerife wird Hauptstadt des gesamten kanarischen Archipels und hält diesen Status bis 1927.
 
Nordküste Teneriffas, bei Los Realejos

Eine Blütezeit erlebte Teneriffa während der Aufklärung. Bedeutende Persönlichkeiten wie Alexander von Humboldt (1799) besuchten die Insel. Trotzdem konnte sich Teneriffa nicht von der vorherrschenden feudalistischen Gesellschaftsordnung lösen, so dass es erst im 19. Jahrhundert zu politischen Reformen kam.

 

Die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts waren geprägt von einer fortschreitenden politischen Radikalisierung. 1936 startete der General Franco seinen Putsch gegen die Republik von Teneriffa aus. Der Spanische Bürgerkrieg erreichte Teneriffa nicht, jedoch wirkte sich die wirtschaftliche Isolierung unter der Diktatur sehr negativ aus. Das einzige Exportgut waren seinerzeit Bananen für das Festland.

1975: Nach der Demokratisierung erhielten Teneriffa und alle anderen Inseln des Archipels die Autonomie, der Tourismus gewann immer mehr an Bedeutung.

Am 27. März 1977 kollidierten auf dem Flughafen „Los Rodeos” zwei Jumbo-Jets der Fluglinien KLM und PanAm. Das Unglück war mit 583 Toten das bis zum Attentat auf das World Trade Center größte Flugzeugunglück der Luftfahrtgeschichte (siehe auch Flugzeugkatastrophe von Teneriffa).

1982: Innerhalb Spaniens erhalten die kanarischen Inseln den Status einer autonomen Region mit weitgehender Selbstverwaltung. Die Hauptstädte Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria wechseln sich alle vier Jahre als Regierungssitz ab.

 

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
 
Teide
 
Pilotwale vor Playa Paraiso
 
Masca-Schlucht

 

Altstadt von La Laguna (Weltkulturerbe der UNESCO)
Altstadt von La Orotava
Orotava-Tal
Jardin de Aclimatación de la Orotava (Botanico), der Botanische Garten in La Orotava bei Puerto de la Cruz
Kraterlandschaft des Teide
Mercedeswald im Anaga-Gebirge
Tal von Masca
Felsen von Los Gigantes
Barranco del Infierno (Höllenschlucht) bei Adeje
Drachenbaum von Icod de los Vinos
Pyramiden von Güímar
Hafen und Altstadt von Santa Cruz de Tenerife mit einer Vielzahl historischer Bauten, Einkaufsvierteln und dem architektonisch interessanten kanarischen Parlament
Auditorio in Santa Cruz de Tenerife: Futuristische Konzerthalle von atemberaubender Architektur des Architekten Santiago Calatrava, direkt am Meer gelegen (Spielort des besten Symphonieorchesters Spaniens)
Walbeobachtung (regelmäßig Pilotwale) und Tauchen vor der Südspitze von Teneriffa, ausgehend von Playa Paraiso
Museumsviertel 'Antiguo Hospital Civil'in der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife
Loro Park unter anderem mit der größten Papageiensammlung der Welt
Modellanlage Pueblo Chico in Valle de La Orotava

© 2007 Rene Riedler